GRÜNE Ratsfraktion und Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide: Gardemin und Steiner (Grüne): „Die Umbenennung der General-Wever-Straße ist ein wichtiges demokratisches Zeichen.“

  • Veröffentlicht am: 2. September 2019 - 18:35
General-Wever-Str., Bothfeld Bild: JüMa

 

Anlässlich der jüngst beschlossenen Umbenennung der General-Wever-Straße erklärt Dr. Daniel Gardemin, kulturpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion: „Die beschlos


sene Umbenennung der General-Wever-Straße ist ein Gewinn für Hannover. Täter und Mitwirkende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verdienen keine öffentlichen Ehrungen.

In der durchaus kontroversen Debatte zeigt sich, wie wichtig die Arbeit des Beirats 'Wissenschaftliche Betrachtung von namensgebenden Persönlichkeiten' ist. Mit seinen Empfehlungen für 17 Straßen hat der Beirat eine wissenschaftlich fundierte Grundlage geschaffen, die für die Entscheidungen in den Stadtbezirken klare Argumente vorlegt."


Christopher Steiner,



Christopher Steiner, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtbezirksrat Bothfeld-Vahrenheide ergänzt: „In Anbetracht der Faktenlage war der Beschluss des Stadtbezirksrates Bothfeld-Vahrenheide zur Umbenennung der General-Wever-Straße zwingend erforderlich. Walther Wever hat nachweislich in führender Position aktiv am nationalsozialistischen Unrechtssystem mitgewirkt. Das hat der von uns initiierte Sachstandsbericht der Verwaltung am 20.02.2019 im Stadtbezirksrat nochmals deutlich gemacht. Es freut uns, dass sich in der entscheidenden Sitzung im Zuge einer differenzierten Debatte auch eine Mehrheit der anwesenden Einwohner*innen für eine Umbenennung der General-Wever-Straße ausgesprochen hat. Diese Umbenennung ist längst überfällig, andere Städte haben sich deutlich früher als Hannover dazu entschlossen.

Gleichwohl ist Jubel über die Entscheidung fehl am Platz, da es nach wie vor auch viele skeptische Stimmen gibt. Dies muss und soll für uns Anlass sein, auch weiterhin viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten, um möglichst viele Bürger*innen mitzunehmen.“